Ökumene

kapelle 09

Am Sacré Coeur Graz wird die ÖKUMENE groß geschrieben. Die Zusammenarbeit zwischen katholischer und evangelischer Religion ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Schulkultur. Viele gemeinsame Veranstaltungen, Projekte und Unterrichtsstunden leben von dieser guten Zusammenarbeit. Besonders hervorzuheben sind die ökumenischen Schulgottesdienste, wie z.B. der Weltgebetstag der Frauen oder die MaturantInnenverabschiedung. Nicht das, was uns trennt, sondern unsere Gemeinsamkeiten stehen im Vordergrund. So können wir immer wieder gemeinsam Gott feiern und loben.

 

 

 

Der Evangelische Religionsunterricht am Privat Gymnasium Sacré Coeur

„Warum bin ich der EINZIGE Evangelische in meiner Klasse?!“, so die verwundert ratlose Frage eines evangelischen Schülers einer 1. Klasse an mich. Ja, warum eigentlich? Als Evangelische in Österreich sind wir nicht nur am PG Sacré Coeur eine Minderheit. Diese hat ja auch eine Geschichte und jene nachzuvollziehen als Teil der evangelischen Identitätsfindung ist auch Aufgabe des Religionsunterrichtes. Dass wir dennoch in Gemeinschaft verbunden sind mit anderen Konfessionen, wird nicht zuletzt durch gemeinsame Gottesdienste in Laufe des Jahres immer wiedererfahren und gelebt.

„Ein Stück vom Himmel…“ soll der Religionsunterricht sein, wie ihn auch der offizielle Folder unsere Kirche titelt und dabei unterstreicht: Zur Bildung gehört Religion!  Glauben entdecken und reflektieren, Wissen erwerben und Zusammenhänge verstehen, Religion deuten in Gesellschaft und Kultur, Verantwortung erkennen und einüben, Probleme wahrnehmen, dem Leben in all seinen Facetten nachsinnen….und vieles mehr! Das kann Evangelischer Religionsunterricht!

 

Der Islamische Religionsunterricht am Privat Gymnasium Sacré Coeur

Im Schuljahr 2018/2019 gibt es am PV Sacre Coeur Graz 22 muslimische SchülerInnen. Der Schwerpunkt des Islam-Unterrichts liegt in der Auseinandersetzung mit dem Begriff der „Friedenserziehung“, anhand der Betonung des islamischen Weges der Mitte. Der Islam-Unterricht vermittelt die Methoden und Wege zur Förderung der eigenen Identität, sowie der Bewusstmachung der Kompatibilität einer islamischen Lebensweise mit dem Gefühl der Zugehörigkeit zu Österreich und Europa. Der Islam-Unterricht regt zu einer Beschäftigung mit Unterschieden zwischen Tradition und islamischer Lehre an und fördert den Umgang mit Vielfalt und den konstruktiven innermuslimischen Dialog. Als weitere Ziele des Islam-Unterrichts gelten Integration durch Partizipation, die Förderung der Kompetenzen im Umgang mit Vielfalt in der eigenen Gruppe und die Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern. Ziel des Islam-Unterrichts ist schließlich, junge muslimische Menschen dazu heranzubilden, wertvolle Mitglieder in der Gesellschaft zu sein und sie zu ermutigen, durch Teilhabe an einem friedlichen und respektvollen Zusammenleben mitzuwirken.

Seit dem Schuljahr 1982/83 wird in Österreich Islam-Unterricht angeboten. Dies ist innerhalb Europas eine Besonderheit, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem gesetzlichen Anerkennungsstatus des Islam seit 1912 steht. Hier gilt Österreich als modellhaft, da sich positive Effekte für die Integration ergeben.

 

Der koptisch orthodoxe Religionsunterricht am Privat Gymnasium Sacré Coeur

Die koptisch orthodoxe Kirche ist jene Kirche, die der Heilige Apostel Markus gründete. Er gehört zu den 70 Aposteln, die der Herr Jesus Christus selbst auserwählte. Der Heilige war ebenfalls der Begleiter des Heiligen Apostel Paulus auf seiner ersten Missionsreise. Er ist auch als einer der vier Evangelisten bekannt, denn er ist der Verfasser des nach ihm benannten Markusevangeliums. Er missionierte in Ägypten, wo er dann auch den Märtyrertod erlitt. Heute ist seine Heiligkeit Papst Anba Tawadros ‖. der 118. Papst auf dem Stuhl des Heiligen Markus. 

In den letzten 60 Jahren etablierte die Koptisch - Orthodoxe Kirche in 60 Staaten. In Wien haben wir unseren Sitz der Diözese, deren Oberhaupt S.E. Bischof Anba Gabriel ist. S.E. baute und eröffnete viele neue Kirchen. Zu diesen zähltauch unsere Kirche in Graz, deren Gemeinde aus vielen Familien besteht und deren Kinder Schulen in Graz besuchen, einige von ihnen die Sacré Coeur Schule. Wir sind seit April 2003 in Österreich anerkannt und halten unseren Religionsunterricht an verschiedenen schulischen Standorten. 

Im Religionsunterricht lernen die Kinder die Basis unseres Glaubens, unsere Rituale und die Feste unserer Kirche kennen. Zusätzlich wird den SchülerInnen die koptische Sprache beigebracht, da sie einen großen Teil des Heiligen Gottesdienstes ausmacht. Auch darf das Studieren der Bibel - also des Neuen und Alten Testamentes - nicht fehlen, denn so werden die Taten veranschaulicht, welche Gott für uns Menschen vollbrachte.  Wir demonstrieren ihnen auch die Lehren Jesu Christi, denen wir entnehmen, alle, egal ob Mann oder Frau, arm oder reich, gläubig oder ungläubig zu lieben.  „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“(Johannes 3:16)

In Graz stehen mittlerweile zwei koptisch - orthodoxe Kirchen: Die Kirche des Hl Johannes des Täufers und die Kirche der Hl Jungfrau Maria und des Hl Mose des Starken.

 

Der Freikirchliche Religionsunterricht am Privat Gymnasium Sacré Coeur

Die Freikirchen in Österreich sind eine junge und einzigartige Religionsgemeinschaft. Es gibt sie seit dem 26. August 2013. In dieser Vereinigung aus den 5 Bünden der Baptisten-, ELAIA-, Evangelikalen-, Mennoniten- und Pfingstgemeinden, sind sie kein zweites Mal vorzufinden. Eine ihrer markantesten Unterscheidungen gegenüber den Groß- und Landeskirchen ist ihre täuferische Tradition. Die Taufe wird nur an Menschen gespendet, die diese auch für sich selber verlangen. Es ist ihnen wichtig, dass das Christsein auf einer persönlichen Entscheidung für ein Leben in der Nachfolge Jesu Christi basiert. Das Wort „Frei“ bezieht sich u.a. auf die freiwillige Entscheidung dieser Kirche angehören zu wollen. Es bedeutet aber auch, dass man schon in den Anfängen, z.B. der Baptisten im 17. Jahrhundert, darauf bedacht war Kirche und Staat voneinander zu trennen. 
In ihren Gottesdiensten wird man jede Form von kirchlicher Liturgie vermissen, dies fängt bei liturgischen Gewändern an und führt sich bei Kirchenjahr unabhängigen Predigtinhalten, frei formulierten Gebeten, vorwiegend zeitgenössischem Liedgut und schlicht dekorierten Gottesdiensträumen fort. Theologisch stehen sie der Evangelischen Kirche H.B. am nächsten. Das reformatorische sola scriptura ist ihnen sehr wichtig. Ihre Wurzeln liegen mittelbar in der Täuferbewegung des 16. Jahrhunderts, von der allein die Mennoniten bis in die heutige Zeit ihr Erbe überdauern konnten.  https://freikirchen.at/

Auszeichnungen

Schulsportgütesiegel

 

zbuffet2014